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On the road: Westküsten-Roadtrip | Von Seattle bis Las Vegas

Noch zwei Wochen, dann geht unsere Hochzeitssaison wieder los. Endlich, denn wir haben richtig Bock. Wir nutzen die freie Zeit und reflektieren gerade nochmal ein wenig das großartige Jahr 2015. Unter anderem unseren Urlaub im November. Als kleine Abwechslung zu den Hochzeiten, die wir euch sonst so zeigen, gewähren wir heute mal einen kleinen Einblick in unsere ganz privaten Urlaubsfotos.

Seit 1999 sind Roadtrips durch die USA für uns das Non plus Ultra in Sachen Urlaub. 2013 sind wir 14.000 km mit der damals einjährigen Lotte quer durch Amerika gefahren – von der Westküste bis nach Key West. Lange Zeiten im Auto mit Kind werden mit dessen zunehmenden Alter nicht einfacher. Aber Lotte teilt glücklicherweise unsere Faszination für außergewöhliche Landschaften und das Abenteuer, jeden Tag an einem anderen Ort aufzuwachen.

Deswegen ging es für uns Ende letzen Jahres von Seattle quer durch Oregon nach Los Angeles und zum Abschluß nach Las Vegas.

Seattle
In Seattle verbrachten wir 1999 unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Seitdem lieben wir die Stadt und den Pacific North-West. Die Küste mit dem rauhen Wind, die großartige Stadt in der jeder Supermarkt aussieht wie ein schickes Lokal, Kunst und alternatives Leben an jeder Ecke. Viel europäischer Einfluss und trotzdem typisch amerikanisch.

Oregon / Napa Valley
Vor einigen Jahren sind wir von L.A. nach Seattle gefahren. Dazwischen liegt Oregon was für uns damals eigentlich nur notwendige Strecke war um zum Ziel zu kommen. Bis wir tatsächlich dort waren. Oregon ist einmalig. Die Küste ist roh und ursprünglich. Es gibt echten Urwald, überwuchert von Farnen, der wegen des ständigen Windes immer schräg wächst. Jeder hier scheint ein Aussteiger zu sein, der im Niemandsland zwischen Kalifornien und Washington seinen eigenen Weg sucht und findet. Oregon ist Natur pur. Stress ist hier nicht existent. Deswegen wollten wir hier dringend nochmal etwas mehr Zeit verbringen. Völlig unverständlich, warum die touristisch beliebte Route entlang der Westküste in San Francisco startet. Denn uns gefällt die wesentlich rauhere Küste in Oregon sogar noch besser. Und statt Stoßstange an Stoßstange am Meer entlang zu rollen, ist man in Oregon meistens ganz für sich alleine.

Die vorher geplante Route auch mal ganz spontan ändern, machen wir im Grunde in jedem Urlaub. Es fiel uns auf, dass wir noch nie in Napa Valley waren und das änderten wir dann direkt. Napa Valley ist Kaliforniens beste Weingegend. Die Pfalz der USA. Und so sieht es dort auch aus. Natürlich mit viel amerikanischem Einschlag. Aber die Weingüter könnten genauso in der Pfalz oder Rheinhessen stehen. Wenn man sich die Palmen und die ganzen alten Pick-ups weg denkt. Aber genau das macht ja den Charme aus. Hier kommen wir definitiv mal wieder her.

Los Angeles
Die meiste Zeit des Trips haben wir in Los Angeles verbracht. Keine Ahnung wie oft wir schon hier waren. Aber definitiv noch nicht oft genug. Jedes mal gibt es hier unendlich viel zu erleben. Und mit Kind bekommt das Ganze eine neue Dynamik. Wir haben jede Prinzessin getroffen, die sich Disney jemals ausgedacht hat. Statt Achternbahn fahren sitzen wir in der Frozen-Show. Und alles ist wirklich cool. Familienurlaub ist definitiv außerhalb des Schwarzwalds möglich.
Unsere kalifornischen Freunde treffen, gut Essen gehen und zusehen, wie ein seltsamer Typ im mexikanischen Wrestler-Outfit an der roten Fussgängerampel in Hollywood vor einen Maserati springt, mit dem Luftboxen beginnt um dann voll Schwung seine geschätzen 120kg mit einem großen Sprung auf dessen Motorhaube klatschen lässt. Only in Hollywood.

Ein wenig Hochzeitscontent haben wir von dort natürlich auch mitgebracht, wie ihr in den Blogposts über das Shooting mit Kelly Eden und Davey Suicide vielleicht schon gesehen habt.
Und angesehen wie Kollege Paul Ripke künftig in Costa Mesa so wohnen wird, haben wir uns auch. Kann man machen. Sehr gut sogar.

Las Vegas
Den Abschluß jedes Urlaubs an der Westküste bildet bei uns immer Las Vegas. Der Weg dahin ist eine unserer absoluten Lieblingsstrecken. 450 km Wüste. Yucca Palmen und Joshua Trees. Die einzigen Gebäude, die einem auf dem Weg begegnen, sind in der Regel verlassen. Bis man in Vegas ankommt und einen der Wahnsinn überrollt. Las Vegas ist eine der großartigsten Städte überhaupt. Für drei Tage. Deswegen sind wir dieses mal bewusst weit ab vom Strip geblieben und haben uns in der Nähe des Red Rock Canyon einquartiert. Welcher bei jedem Besuch einfach unbegreiflich ist und auf Bildern null so wirkt wie in echt.

Seit Jahren wollen wir den Neon-Boneyard besuchen. Hier sind all die alten, kultigen Las Vegas Neonreklamen versammelt, die mittlerweile durch schrille, seelenlose LED-Anzeigen ersetzt wurden. Hier lernt man Las-Vegas-Geschichte so lebendig kennen wie nirgends sonst. Ein echtes Muss. Und für uns ein großartiger Abschluß eines Urlaubs, von dem wir lange zehren. Fernweh inklusive.

 

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2 Kommentare

  • Reply
    Katja
    20. März 2016 at 21:13

    Wie schön diese Eindrücke von Euch zu sehen! Ich plädiere dafür, dass sich unsere Urlaubswege irgendwann mal überkreuzen für ein paar Tage und Fotos. Das wäre der Kracher 😉

    • Reply
      sfbblog
      21. März 2016 at 09:21

      Danke, liebe Katja! Wir sind uns sicher, dass sich unsere Urlaubswege bestimmt mal kreuzen werden. Das wäre wirklich der Knaller 😀

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